In den anhaltenden Krisen sind alle Beteiligten aus Kulturarbeit, Politik und Verwaltung gefragt, als anpassungsfähige Akteur*innen, Kultur aufrecht und bedeutsam für alle zu erhalten. Aber welche Profile der Praxis und Förderung sind jetzt erforderlich? Warum tun wir, was wir tun und welche Veränderungen und neuen Beziehungen zwischen Kunst und Gesellschaft, der (internationalen) Förderung und Praxis sehen wir?
Zusammengekommen sind Akteur*innen der Soziokultur aus Verbänden, Geförderten, freien Kunst- und Kulturschaffenden, Politik und Verwaltung. Der programmatische Fokus lag auf der Reflexion und Evaluation von NEUSTART KULTUR und die Empfehlungen aus den Erfahrungen der letzten drei Jahre. Der Förderbedarf für die freie Kulturszene nach Auslaufen des Sonderprogramms war ebenso Thema wie die Aufstellung der Verwaltung und relevante Zukunftsthemen. Ein besonderer Kongressschwerpunkt lag auf Internationalität in der Kulturförderung und den Blick über den nationalen Tellerrand, wie durch das bilaterale Partnerschaftsprogramm „Cultural Bridge“ des Fonds Soziokultur repräsentiert.
Teilnehmende konnten in Workshops einen Einblick in aktuelle Themen und innovative Methodenvielfalt geförderter Projekte und Einrichtungen erhalten. Im Grand Beauty Salon konnten sie sich mit der Frage beschäftigen, wie wir eine Gesellschaft gestalten, in der sich alle aufgehoben und getragen fühlen können?
Das nun vorhandene Wissen um widerstandsfähige und gesellschaftlich bedeutsame Kulturpraxis und Kulturförderung könnte die Basis für eine innovative Bundeskultur sein, die Demokratie durch Kulturelle Mitgestaltung stabilisiert.